Sie, und nicht wir

Sonntag, 6. Dezember 2009 16:46

Hätt’ ich hundert Stimmen; ich feyerte Galliens Freyheit
Nicht mit erreichendem Ton, sänge die göttliche schwach.
Was vollbringet sie nicht! So gar das gräßlichste aller
Ungeheuer, der Krieg, wird an die Kette gelegt!
Cerberus hat drey Rachen; der Krieg hat tausend: und dennoch
Heulen sie alle durch dich, Göttin, am Fesselgeklirr.
[...]

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Auch die Nachwelt

Sonntag, 6. Dezember 2009 16:45

Einst wütet’ eine Pest durch Europa’s Nord,
Genant der schwarze Tod. Wenn der schwärzere,
Die sittliche, mit der ihr heimsucht,
Sich nur nicht auch zu dem Norden hinwölkt.
[...]

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An die nachkommenden Freunde

Sonntag, 6. Dezember 2009 16:44

Unter Blumen, im Dufte des röthlichen Abends, in frohes
Lebens Genuß,
Das, mit glücklicher Täuschung, zu jugendlichem sich dichtet,
Ruh’ ich, und denke den Tod.
Wer schon öfter als siebzigmal die Lenze verblühn, sich
Immer einsamer sah,
Solte der Vergesser des Todes seyn, des Geleiters
In die schönere Welt?
[...]

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